Bergkäse-Ausstich 2026

Top-Qualität von den Allgäuer Sennalpen

 

 

Eine hochkarätig besetzte Jury bewertete die abgegebenen Käse der Allgäuer Sennalpen
beim 69. Bergkäseausstich des Alpwirtschaftlichen Vereins im Allgäu. 30 Sennalpen
schickten ihre „Kandidaten“ aus der Produktion des Alpsommer-Jahrganges 2025
ins Rennen um Bestnoten: 22 Laib Bergkäse und 22 Alpkäse nahm die Jury unter
die Lupe. Die besten Bewertungen fuhren Marianne Schwarz von der Alpe Helmingen
und David Kleiner von der Alpe Schlappold ein. Generell war die Jury mit der Qualität
der Käseproduktion auf den Sennalpen sehr zufrieden.

 

Es geht um Qualität: Die Verbesserung der Alpsennerei ist seit über 70 Jahren ein wesentliches Anliegen des Alpwirtschaftlichen Vereins im Allgäu. Das Ziel wurde seitdem nicht aus den Augen verloren und die Bergkäse-Experten und erfahrene Prüfer beim Bergkäseausstich des AVA, bringen
das Prinzip auf den Punkt: Objektive Bewertung der abgegebenen Käse mit dem Ziel
den besten zu finden.

 

Ein Naturprodukt wie das Lebensmittel Käse ist ohnehin eine besondere Sache und der Rohstoff Milch ein besonderes Material. Jeder Käse ist ein Unikat. Viele Faktoren spielen bei der Herstellung eine Rolle, gerade unter den besonderen Bedingungen auf einer Sennalpe. Die Milch, die
Melkanlage, der „Umgang“ mit der Milch, das „Händchen“ beim Käsen, Erfahrung, Lagerung, selbst das Wetter spielt offenbar eine Rolle, wie die erfahrenen Sennerinnen und Senner berichten. Kleinigkeiten können über den Erfolg entscheiden und die Erfahrung ist wichtig beim Tagesgeschäft
der Alpkäserei.

 

Objektive Kriterien liegen der anonymisierten Beurteilung des AVA zugrunde. Ein anerkanntes Punkteschema der DLG mit genau definierten „Befunden“ nennt fünf Teilbereiche, die für die Bewertung herangezogen werden: Aussehen im Innern und Äußern, Konsistenz der Käsemasse, Geruch – und Geschmack. Denn, das geben alle Prüfer zu: Letztlich ist der Geschmack das wesentliche Kriterium.


Nach dem vierstündigen Prüfungsmarathon zog Ursula Schweiger vom Lehr-, Versuchs und
Fachzentrum für Molkereiwirtschaft in Kempten als Leiterin des Qualitätstests ein durchwegs positives Fazit: „Allgemein wurde auch heuer eine sehr gute Qualität vorgestellt. Alle Käse hatten hohes Niveau. Wir sind sehr zufrieden und die Teilnehmer können stolz sein.“


Auch der „Medaillenspiegel“ zeugte von der Qualität des Bergkäse-Jahrgangs 2025: In der Klasse der Alpkäse wurden acht Goldmedaillen vergeben, beim Bergkäse vier. Die Siegerpreise für die besten Bewertungen – prächtige Glocken mit Schmuckriemen – gingen an Marianne Schwarz von der Alpe Helmingen und an David Kleiner von der Schlappoldalpe.


„Für mich ist jede Auszeichnung Gold wert“, rundete Christian Brutscher, 1. Vorsitzender des AVA, die Preisverleihung ab und verabschiedete die Gäste mit allen guten Wünschen für den bevorstehenden Bergsommer.

69. Bergkäseprämierung
Siegerpreis:
Helmingen Marianne Schwarz
Goldmedaillen:
Mittelberg Lukas Steurer
Waltnersalpe Richard Gmeiner
Oberbalderschwang Familie Winder
Silbermedaillen:
Schwabenberg II Roswitha Kohler
Schattwald-Rohrmoos

Bernhard Hartl

Oberau Claudius Titscher
Oberhündle Hansjörg Haser
Eschbach Lars Müller
Bärenschwand Reinhold Höchenberger
Spicherhalde Bernhard Vögel
Breitengehren Familie Babel
Ornach Lukas Haller
Sölleralpe Max Boxler
31. Alpkäseprämierung
Siegerpreis:
Schlappold David Kleiner
Goldmedaillen:
Oberau Claudius Titscher
Schattwald-Rohrmoos Bernhard Hartl
Schwabenberg II Roswitha Kohler
Helmingen Marianne Schwarz
Oberhündle Hansjörg Haser
Waltnersalpe Richard Gmeiner
Mittelberg Lukas Steurer
Silbermedaillen:
Ornach Lukas Haller
Laufbichl Martin Rinderle
Bärenschwand Reinhold Höchenberger
Eschbach Lars Müller