Wolfsmeldungen im Allgäu, Oberbayern und in Vorarlberg

Das Oberallgäu wird zum Wolfsgebiet erklärt

 

So schnell kann es gehen: 

 

Im südwestlichen Landkreis Oberallgäu, vornehmlich in dem Gebiet um Rohrmoos, sowie im westlich angrenzenden Bregenzerwald (Österreich) sind seit Anfang des Jahres immer wieder Wolfsnachweise zu verzeichnen. Vier Genanalysen der Monate Januar bis Mai 2020 identifizierten eindeutig den männlichen Wolf, der bereits 2018 beidseits der Grenze nachgewiesen werden konnte, eine weitere vom Juni 2020 kann ihm wahrscheinlich zugeordnet werden.

Es handelt sich also bei den jüngsten Nachweisen - nach Angaben des Landesamts für Umwelt (LfU) - um denselben Wolf, der im Juli und August 2018 im Oberallgäu etwas weiter nördlich Nutztiere gerissen hatte. Nach Bewertung der in Bayern erhobenen Monitoringdaten und von Nachweisen im Bregenzer Wald (Österreich) ergibt sich in der Rückschau aus Sicht des LfU das Bild eines standorttreuen Einzeltieres. Das Landesamt geht von einem Verbleib des Tieres in der Region aus.

 

Die Förderkulisse des bayerischen Programms für investive Herdenschutzmaßnahmen umfasst bereits das südwestliche Oberallgäu und damit auch das betreffende Gebiet. Nutztierhalter können somit für Weideflächen, die in der Förderkulisse liegen, Herdenschutzmaßnahmen gefördert bekommen.

Förderanträge zum Herdenschutz können bei den zuständigen Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) gestellt werden. Alle Informationen zu Fördermöglichkeiten und Anträgen finden Sie hier: https://www.stmelf.bayern.de/agrarpolitik/foerderung/244077/index.php.

 

Das neue Territorium wird in Kürze auf unserer Monitoringseite unter „Nachweise standorttreuer Wölfe in Bayern“ veröffentlicht.

 

In Bayern gibt es in sieben Regionen standorttreue Tiere. Ein Wolf gilt als standorttreu, wenn dieser über einen Zeitraum von mehr als 6 Monaten nachgewiesen wird oder eine Reproduktion belegt ist.

 

Weitere Informationen auf den Internetseiten des LfU

 

 

Wolf im Landkreis Oberallgäu fotografiert

17.10.2019:

Am 12. Oktober 2019 wurde im südwestlichen Teil des Landkreises Oberallgäu ein wolfsartiges Tier von einer automatischen Fotofalle fotografiert. Experten des LfU haben auf dem Foto einen Wolf identifiziert. Das Tier weist wolfstypische Merkmale hinsichtlich Färbung und Proportionen auf, die es eindeutig von einem Hund unterscheiden. Behörden, Interessensverbände und Vertreter von Nutztierhaltern wurden informiert.

Wolfsrisse im Allgäu 2018

Landesamt für Umwelt: Genetik bestätigt Wolf bei toten Schafen in Immenstadt

 

Die Analyse genetischer Spuren hat bei den am 27. August 2018 bei Immenstadt tot aufgefundenen Schafen einen Wolf als Verursacher bestätigt. Weitere Ergebnisse zur näheren Bestimmung des Wolfes stehen noch aus. Die Nutztierhalterin erhält eine Entschädigung aus dem Ausgleichsfonds Große Beutegreifer.

Die toten Tiere waren nur etwa 100 Meter vom Siedlungsgebiet in der Nähe der Mittagbahn-Talstation getötet worden. Sie waren von einem 1,10 m hohen Elektrozaun umgeben, der mit einem extra starken Zaungerät mit Strom versorgt war. Woher der Wolf stammt, ist noch nicht geklärt.

 

Informationen des Landratsamts Oberallgäu finden sie hier.