Wolfsmeldungen und Nachweise im Allgäu

 ALLGÄU:

  1. Nachweis (Genetik, Urin) eines männlichen Wolfs (GW999m) am 07.03.2021
  2. Vier Genanalysen der Monate Januar bis Mai 2020 identifizierten eindeutig den männlichen Wolf (GW999m), der bereits 2018 beidseits der Grenze nachgewiesen werden konnte, eine weitere vom Juni 2020 kann ihm wahrscheinlich zugeordnet werden. Nach Bewertung des LfU der in Bayern erhobenen Monitoringdaten und von Nachweisen im Bregenzer Wald (Österreich) ergibt sich in der Rückschau das Bild eines standorttreuen Einzeltieres.

Einzelnachweise:

Datum Landkreis Hinweisart Geschlecht Herkunft Individuum Bemerkung
03.08.2020 Ostallgäu Genetik (Rissabstrich Nutztier) männlich Zentraleuropäische Population   Qualität der Gen-Probe für Individualisierung nicht ausreichend, wahrscheinlich GW1666m
22.06.2020 Oberallgäu Genetik (Losung) keine Angabe Zentraleuropäische Population
18.05.2020 Oberallgäu Genetik (Losung) männlich Zentraleuropäische Population GW999m Bereits 2018 mehrfach nachgewiesen, weitere aktuelle Nachweise auf österreichischer Seite > standorttreu > siehe unten: Allgäuer Alpen

Bayerisches Wolfsmonitoring

Wo in Bayern wurden Wölfe gesichtet ? Wolfmonitoring Bayern

Wolf im Landkreis Oberallgäu fotografiert

17.10.2019:

Am 12. Oktober 2019 wurde im südwestlichen Teil des Landkreises Oberallgäu ein wolfsartiges Tier von einer automatischen Fotofalle fotografiert. Experten des LfU haben auf dem Foto einen Wolf identifiziert. Das Tier weist wolfstypische Merkmale hinsichtlich Färbung und Proportionen auf, die es eindeutig von einem Hund unterscheiden. Behörden, Interessensverbände und Vertreter von Nutztierhaltern wurden informiert.

Wolfsrisse im Allgäu 2018

Landesamt für Umwelt: Genetik bestätigt Wolf bei toten Schafen in Immenstadt

 

Die Analyse genetischer Spuren hat bei den am 27. August 2018 bei Immenstadt tot aufgefundenen Schafen einen Wolf als Verursacher bestätigt. Weitere Ergebnisse zur näheren Bestimmung des Wolfes stehen noch aus. Die Nutztierhalterin erhält eine Entschädigung aus dem Ausgleichsfonds Große Beutegreifer.

Die toten Tiere waren nur etwa 100 Meter vom Siedlungsgebiet in der Nähe der Mittagbahn-Talstation getötet worden. Sie waren von einem 1,10 m hohen Elektrozaun umgeben, der mit einem extra starken Zaungerät mit Strom versorgt war. Woher der Wolf stammt, ist noch nicht geklärt.

 

Informationen des Landratsamts Oberallgäu finden sie hier.