Behauptungen und Wahrheit in Sachen Wolf

Nicht zuletzt aufgrund der aktuellen Vorkommnisse möchten wir allen Alpbewirtschaftern

Argumentation an die Hand geben, damit sie bei Gesprächen

mit Gästen und Touristen Paroli bieten können, wenn das Thema Wolf zur

Sprache kommt. Viele sehen in der Rückkehr des Wolfes ein positives Zeichen

einer intakten Natur. Dass die Wiederkehr dieses Raubtieres jedoch sehr weitreichende

Konsequenzen – speziell für die Alp- und Weidewirtschaft auch

im Tal hat – ist oftmals nicht bekannt.

Es gibt keine natürlichere und artgerechtere Haltungsform für die Nutztiere als die Weidewirtschaft.

Extensiv bewirtschaftete Flächen liefern eine hochwertige, kräuterreiche Futtergrundlage zur Produktion gesunder Lebensmittel. Darüber hinaus beleben Weiden und Alpen das Landschaftsbild. Dies alles steht auf dem Spiel, wenn der Wolf in den Alpenraum zurückkehrt. Dennoch werden bei der Diskussion um die Rückkehr dieses Beutegreifers immer wieder folgende Argumente aufgetischt, die es zu entkräften gilt:

Der Wolf muss geschützt werden, er ist vom Aussterben bedroht!

Das ist einfach nur falsch: Weltweit ist die Art keineswegs vom Aussterben bedroht, auch die europaweite Wolfsdichte ist mit 30.000 Wölfen sehr hoch. Zum Teil handelt es sich um nicht geschützte Kreuzungen mit Hunden (Hybride). In Deutschland leben mittlerweile rd. 1000 Wölfe, in über 70 Rudeln. Der jährliche Populationszuwachs beträgt derzeit 30 %. Setzt sich das Wachstum fort ungehindert, leben spätestens im Jahr 2025 wieder 4000 Wölfe in Deutschland.

Der Wolf ist ein Zeichen für intakte Natur!

Wölfe sind kein Zeiger für intakte Naturlandschaften. Sie sind sehr anpassungsfähig und können sich sogar auf Müllhalden oder von Ratten aus der Kanalisation ernähren, wie Beispiele aus anderen Ländern zeigen. Die Alpweiden sind durch Menschenhand entstandene Kulturlandschaften. Durch die extensive Beweidung bieten sie zahlreichen Tier-und Pflanzenarten Lebensraum. Nicht umsonst handelt es sich um meist geschützte Biotope oder Naturschutzgebiete. Durch einen Rückgang der Beweidung würden andere Arten an Lebensraum verlieren. Welche Art ist mehr wert?

Ein Zusammenleben von Weidewirtschaft und Wolf ist möglich!

Das Töten von Nutztieren und das Überwinden von Schutzmaßnahmen ist kein unnatürliches Verhalten von Wölfen. Der Wolf jagt auf einfachstem Weg, Nutztiere sind leichter erreichbar als Wildtiere. Bei der Jagd gerät die Herde in Panik, Versprengung im Gelände, Abstürze oder Unfälle an Straßen sind die Folge, neben den eigentlichen Rissen. Die Haftung hierfür ist rechtlich ein riesiges Problem. Kein Viehzüchter oder Hirt setzt seine Tiere freiwillig dem Risiko aus, qualvoll zu verenden. Über einen längeren Zeitraum gesehen, kommt es zur Aufgabe schwer zu schützender Flächen und zur Aufgabe ganzer Alpen. In benachbarten Ländern ist dies bereits der Fall, ganze Landstriche verbuschen und verbrachen. Wölfe können auch Tollwut übertragen. Gleichzeitig verlieren nicht bejagte Wölfe zunehmend ihre Scheu vor dem Menschen. Ist der Wolf das wert?

Wolfssichere Zäunungen sind möglich!

Das ist wohl der größte Irrtum! Die ersten Risse im Allgäu haben das bestätigt. Nur für bestimmte Geländevoraussetzungen mögen diese Aussagen zutreffen. Wölfe sind sehr intelligent und lernen schnell fast jeden Zaun zu überwinden. Der zum Schadensaus-gleich rechtlich erforderliche Grundschutz (4 stromführende Litzen 0,9 m hoch) reicht kaum aus. Zahlreiche Pressemeldungen bestätigen dies. In Wolfsgehegen haben Zäune eine Höhe von über 2,5 m und einen bis zu 60 cm tiefen Untergrabungsschutz! Bei losem Untergrund, viel Bewuchs oder in sehr steilem, welligem Gelände kann jeder Zaun leicht überwunden oder untergraben werden. Wer im Alpgebiet schon mal einen Zaun gesetzt hat, weiß zudem, wie anstrengend die Arbeit ist. Wölfe sind sehr beweglich und weichen auf ungeschützte Flächen aus. Ganze Talschaften und Gebirgsstöcke müssten voll ausgezäunt werden. Dann zerschneiden Herdenschutzzäune den Lebensraum der anderen Wildtierarten. Nicht zuletzt werden unzählige Wege für Wanderer und auch für das Wild von den starken Stromzäunen durchtrennt. Auch der Tourismus würde hierunter leiden. In gezäunten Arealen können die Nutztiere nicht fliehen, der Jagdtrieb des Wolfes wird immer wieder aufs Neue entflammt, es kommt zum sogenannten Blutrausch und es wird alles gerissen, gehetzt und auf das Schwerste verletzt. Unendliches Tierleid ist die Folge solcher Gemetzel. Ist der Wolf das wert?

Wölfe reißen keine Rinder!

Einzeln durchziehende Wölfe reißen in der Regel keine ausgewachsenen Rinder, verängstigen diese aber und versetzen sie in Panik. Kälber hingegen sind auch vor einem Einzelwolf nicht sicher – eine Gefahr vor allem auch für die beliebte Mutterhaltung, bei der Kälber auch auf der Weide geboren werden. Die ersten im Allgäu gerissenen Tiere waren Kälber. Einsperren der Tiere in dunkle Ställe ist die langfristige Konsequenz; Das Tierwohl bleibt auf der Strecke. Ist der Wolf das wert?

Der Wolf tötet schnell mit einem Kehlbiss!

Schön wär´s, denn dann bliebe den Opfern viel Leid erspart – allein es stimmt nicht. Je größer die Opfer, umso schwieriger ist der Kehlbiss zu setzen. Das Alpvieh hat zudem in der Regel Schellenriemen um den Hals, die den schnellen Kehlbiss verhindern. Das Tier muss mit Bissen in die Schenkel erst einmal an der Flucht gehindert werden und liegt es dann, wird oftmals einfach angefangen zu fressen. Bilder von Schafen mit heraushängenden Gedärmen, Pferden mit aufgerissenen Flanken, zerfetzten Geschlechtsteilen u.a.m. gibt es leider genug, nur sind diese für die Tagespresse zu grausam zur Veröffentlichung. Ist der Wolf das wert?

Herdenschutzhunde zusätzlich zum Zaun wären doch eine Lösung!

Herdenschutzhunde sind keine Haushunde, wie man sie sich gewöhnlich vorstellt. Herdenschutzhunde sind zum Schutz der Herde und verteidigen diese gegen jede mögliche Gefahr – auch gegen Wanderer, Radler und andere Hunde. „Bezugsperson“ ist das zu schützende Tier und nicht der Mensch. In touristisch geprägten Gebieten sind Konflikte vorprogrammiert. Um eine Herde zu schützen, braucht es übrigens mehrere Hunde und gut funktioniert das nur bei Schafen, bei Rindern kaum, diese verteilen sich zu weit im Gelände sind extrem teuer in Anschaffung und Unterhalt und außerdem entsprechen die Haltungsbedingungen hinter Elektrozäunen nicht der deutschen Tierschutz-Hundeverordnung. Aus Gründen der Halterhaftung dürfen Hunde auch gar nicht allein gelassen werden. Außerdem, was passiert mit diesen Hunden nach Beendigung der Weidezeit? Die meiste Zeit des Jahres müssen sie, wenig artgerecht, in Ställen im Tal gehalten werden. Sie stören in den Dörfern durch ihr lautes Gebell und führen zu Konflikten mit der Nachbarschaft. Ist der Wolf das wert?

Woanders funktioniert es ja auch mit dem Wolf!

Fragt man die betroffenen Schäfer und Landwirte in diesen Regionen und Ländern, so hört sich das ganz anders an. Für eine Behirtung rund um die Uhr steht bei uns zum einen gar nicht ausreichend Personal zur Verfügung, und nur mit dem bisherigen Almpersonal wäre eine ganztägige Behirtung mit deutschem Arbeitsrecht gar nicht vereinbar. Weidewirtschaft betreiben in Bayern meist kleinere familiäre Höfe, die auf mehrere Standbeine angewiesen sind. Der gesetzlich geforderte Herdenschutz ist logistisch, organisatorisch und finanziell für sie kaum zu schaffen. Vielfach bleiben die Bauern mit der Unsicherheit, den Mehraufwendungen und den Schäden sitzen und fühlen allein gelassen mit all den Problemen. Ist der Wolf das wert?

Man kann doch die Tiere zum Schutz nachts in den Stall sperren!

Auf den Almen und Alpen stehen nicht genügend Stallkapazitäten zur Verfügung. Wenn die Tiere die halbe Weidezeit im Stall stehen, müssten Stallungen, große Güllegruben und Wirtschaftswege in sensiblen Regionen gebaut werden. Außerdem passen sich die Wölfe schnell an. In Frankreich erfolgt mittlerweile die Hälfte der Risse tagsüber.

Dies waren nur einige der beliebtesten Irrtümer, die von Wolfbefürwortern häufig verbreitet werden. Wir hoffen zur Aufklärung beizutragen und dass es zu vielen interessanten Gesprächen kommt, die auch das Alppersonal gerne mit Geduld und Wissen führt.

Und wenn nur eine/einer in Sachen Wolf umdenkt, dann hat sich der ganze Aufwand gelohnt! Wirklich.

Wolf - Nein Danke !

Bündelung von Fakten und Aufklärung

mit Information für Menschen, die sich kritisch mit der aktuellen Wolfspolitik auseinandersetzen wollen oder Antworten auf Fragen suchen, die von der Wolfslobby verschwiegen werden...

Hier geht's zur Wolf Nein Danke - Web-Site.

Warum ZÄUNE nichts bringen -Pressemeldungen

Vorschlag im Bayerischen Aktionsplan:

„Elektrozäune sollten 120 cm hoch sein.“  Der Mindestschutzstandard (z.B: ein 90 cm hoher Elektrozaun) ist als ein Kompromiss zwischen der Schutzwirkung gegenüber Wölfen einerseits und der bisherigen Praxis der Tierhaltung  - die nicht an der Anwesenheit von Wölfen orientiert war - andererseits zu verstehen. Die Anforderungen an den Mindeststandard sind daher i.d.R. geringer als an Schutzmaßnahmen, die für eine sichere Weidetierhaltung empfohlen werden (z.B. ein 120 cm hoher elektrischer Drahtzaun aus 5 Litzen in 20, 40, 60, 90 und 120 cm Höhe).

 

DIE PRAXIS SIEHT ABER ANDERS AUS:

 

Wolf springt über Doppelzaun in Schafweide

Topagrar.com - Lesen Sie mehr auf: https://www.topagrar.com/news/Home-top-News-Wolf-springt-ueber-Doppelzaun-in-Schafweide-8453335.html

In Cunnewitz hat ein Wolf bewiesen, dass ihn auch zwei Zäune nicht aufhalten können: Sonntagnacht sprang er erst über einen Festzaun und dann über einen Elektrozaun auf eine Weide mit 50 Schafen. Dort riss er drei Tiere.

 

Wolfsmanagement Brandenburg

Wolfsriss trotz Herdenschutz: Bauern fordern Entnahme des Rudels, Donnerstag, 02.08.2018 - 10:01

Trotz Elektrozaun und Herdenschutzhunden kommt es in letzter Zeit immer wieder zu Wolfsangriffen. Laut Bauernverband muss das Problemrudel entnommen werden.

Nachdem im vergangenen Jahr zahlreiche Schafe dem Wolf zum Opfer fielen, installierte Schafhalter Marc Mennle einen 90 Zentimeter hohen Elektrozaun. Zusätzlich schützen drei Herdenschutzhunde die Herde. Doch das hält das Rudel im Landkreis Prignitz nicht ab. Innerhalb kürzester Zeit griffen Wölfe die Herde trotz des Herdenschutzes an.

Die aktuellen Risse zeigten deutlich, dass Wölfe bei Ihrer Suche nach Nahrung sehr wohl in der Lage sind, die von der Landesregierung vorgeschriebenen Herdenschutzmaßnahmen zu überwinden, um Nutztiere zu reißen.

 

Wolfsangriff

Wolf reißt 40 Schafe trotz ElektrozaunMittwoch, 24.02.2016 - 16:00

44 Tiere gehen bisher auf das Konto eines oder mehrerer Wölfe in der sächsischen Lausitz. Trotz vorschriftsmäßigem Zaun konnten die Räuber in die Herde am Rande eines Naturschutzgebiets

In der Nacht von Sonntag auf Montag, den 22. Februar, haben Wölfe eine Schafsherde, die in der Königsbrücker Heide zur Heidepflege eingesetzt wird, angegriffen. Trotz vorschriftsmäßigem und stromführendem Schutz hätten die grauen Räuber das Hindernis überwunden, sagt Sachsenforst-Sprecherin Cornelia Schlegel gegenüber jagderleben.

 

Elektrozaun kein Hindernis für Wolf: Vier Schafe nachts im Kiehnmoor getötet

Experten gingen bislang davon aus, dass sich der Wolf unter Elektrozäunen hindurch gräbt, um seine Beute zu machen. Vier tote Schafe in einem Nachtpferch bei Schmarbeck lassen jedoch darauf schließen, dass das Raubtier auch einfach drüber springen kann.

SCHMARBECK. Peter Hinnerk Tewes hatte schon extra aufgerüstet. In einem mobilen Nachtpferch, einer nächtlichen Einzäunung, schützt der Heidschnuckenzüchter aus Schmarbeck die rund 900 Tiere seiner Herde mit einem 1,20 Meter hohen Elektrozaun und einer Spannung von 5000 Volt vor Wolfsangriffen. Am vergangenen Wochenende musste Tewes dann aber feststellen, dass vier Schafe aus seiner Herde in dem Nachtpferch getötet worden waren – und der Zaun vollkommen unbeschädigt war. Für ihn gibt es dafür nur eine Erklärung. "Es kann nicht anders sein: Der Wolf ist über den Zaun gesprungen", sagt Tewes. Löcher und Spuren im Boden gab es nämlich keine.

 

Les éleveurs vent debout contre le loup

Manifestation des éleveurs de brebis à Lyon le 9 octobre 2017

afp , le 09/10/2017 à 18h32,

Echaudés par la multiplication des attaques de loup en France, plusieurs centaines d'éleveurs accompagnés d'un millier de brebis ont manifesté lundi à Lyon (sud-est), pour exiger le droit de tuer plus souvent le prédateur qui menace leurs troupeaux. En 2016, plus de 10.000 bêtes ont été tuées en France dans des attaques attribuées au loup, surtout dans les Alpes et le sud du pays.

NWZ 23.09.2017 Wildeshausen /Landkreis:  Zwei Meter hoch war der Zaun, den ein Wolf am Dienstag vergangener Woche im Vechtaer Ortsteil Telbrake übersprungen hat. Drei Wildschafe wurden in dem Gehege gerissen, das zusätzlich mit einem Untergrabschutz gesichert ist und sich direkt hinter dem Haus des Halters befindet. Bereits am Montag waren im benachbarten Lutten (Gemeinde Goldenstedt) zwei Ziegen gerissen worden.

 

Wolf Im Landkreis Oldenburg - Er springt auch über Zwei-Meter-Zäune

Der Wolfsberater des Landkreises Vechta, Dr. Torsten Schumacher, ordnet die Vorfälle dem Rudel in Barnstorf (Landkreis Diepholz) zu. 2014 wurde dort eine residente Wölfin nachgewiesen. In diesem Juni bestätigten Wolfsexperten Nachwuchs. Vier Welpen tappten in eine aufgestellte Fotofalle. Es gebe auch Berichte, dass es mehr sein könnten, so Schumacher.

Die Fähe habe seit 2015 mehrfach ihr Sprungvermögen unter Beweis gestellt, während das Erklettern des zwei Meter hohen Zauns wohl eher auf das Konto des Rüden gehe. Schumacher hält es für sehr wahrscheinlich, dass die Welpen das Überwinden hoher Hinternisse von ihren Eltern gelernt haben…