Ökovieh auf Gemeinschaftweiden

Merkblatt zu Gemeinschaftsweiden von ökologisch und konventionell gehaltenen Tieren
2016_11_07_Merkblatt Gemeinschaftsweiden[...]
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Info-Kurzfilm Bayern | Hoch hinaus - Die Berglandwirtschaft

Sebastian Beck, Bergbauer in der fünften Generation, erhält und pflegt die Berglandschaft als Natur-, Kultur- und Wirtschaftsraum. Zum Beispiel durch das Sömmern von Jungvieh und Kühen aus ganz Bayern oder durch die Herstellung des Allgäuer Sennalpkäse aus naturbelassenen Zutaten

 

Imagefilm Alpwirtschaft im Allgäu des STMELF

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Alpwirtschaft im Allgäu - im Einklang mit der Natur

 

Der Zweck der Alpwirtschaft ist von Alters her die rationelle Ausnutzung des Weidelandes in hochgelegenen Gebieten durch Rauhfutter verzehrende Tierarten wie Rinder, Pferde, Schafe und Ziegen. Die Sömmerung entlastet die Heimbetriebe im Tal, erweitert die Futterbasis und fördert die Gesundheit und der Konstitution der geälpten Tiere. Von alters her ist sie tragendes Fundament der Allgäuer Milchviehhaltung und -zucht. Schon die Römer kannten den Käse von der Alp. Die Alpwirtschaft ist damit prägend für das Allgäu und seine Kultur-Landschaft. Landwirtschaft, Traditionen und Gewerbe sind untrennbar mit der Viehhaltung im Berggebiet verbunden.

 

Die auf den rund 50 Allgäuer Sennalpen erzeugten Bergkäse sind einzigartig in Deutschland und bei Einheimischen sowie Gästen sehr beliebt. Der nach traditionell-handwerklichen Methoden hergestellte "Allgäuer Sennalpkäse" entstammt der Milch von Braunviehkühen, die auf kräuterreichen Alpweiden oberhalb 800 m während des Sommers gehalten werden. Er ist für seinen pikanten bis kräftigen, würzigen, nusskernartigen Geschmack bekannt und besitzt ein für die Gesundheit günstiges Fettsäuremuster. Keiner ist wie der andere, denn jede Alp hat ihre besonderen Bedingungen. Der Alpwirtschaftliche Verein hat bei der EU die geschützte Ursprungsbezeichnung beantragt.

 

Neben diesen klassischen Aufgaben muss sich die Alpwirtschaft heute vielfältigen gesellschaftlichen Anforderungen stellen. Insbesondere die positiven Umweltleistungen der extensiven und auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Landbewirtschaftung sind von hoher Bedeutung. Wo sonst in der Landwirtschaft gibt es noch so viel Artenvielfalt? Die Biodiversität im Alpenraum wird durch die alpwirtschaftliche Nutzung gefördert. Nicht ohne Grund war die Viehweide schon Biotop des Jahres 2004. 

 

Immer wichtiger sind heute auch die Aspekte der Pflege und der Offenhaltung der Kulturlandschaft mit ihrer Funktion als Urlaubs- und Erholungsgebiet. Durch den harmonischen Wechsel zwischen offener Landschaft und Wald, zwischen Berg und Tal stellt die Bewirtschaftung mit Vieh eine unverzichtbare Grundlage für den Tourismus im Allgäu dar. Alpwirtschaft bietet im Sommer und Herbst die Möglichkeit zum Wandern und zur Einkehr und schafft Freiflächen für den Wintersport.

 

Alpwirtschaft steht auch für Brauchtum & Tradition. Alljährlich locken die bekannten Viehscheide im September Zehntausende von Gästen ins Allgäu.  

 

Alpwirtschaft ist somit wesentliche Voraussetzung für eine vitale Bergregion, die auch den gesellschaftlichen Anforderungen gerecht wird. Aktive Älplerinnen und Älpler erfüllen unverzichtbare wirtschaftliche, ökologische und gesellschaftliche Aufgaben. Allgäuer Hirten und ihre Familien sind Älpler aus Leidenschaft. Ihnen verdanken wir viel. Gleichzeitig verzichten sie dabei auf so manchen Komfort, den der moderne Mensch sonst so gern für sich beansprucht.  

 

Alpwirtschaft und Tiergesundheit

Einfluss der Älpung auf die Gesundheit der Milchkuh
Ein Vortrag von Dieter Krogmeier
Alpbewirtschafter Lehrgang2.pptx
Microsoft Power Point-Präsentation [1.9 MB]

Geschichte der Alpwirtschaft im Allgäu

Zur Geschichte der Alpwirtschaft im Allgäu
Geschichte der Alpwirtschaft 2015 01 30.[...]
PDF-Dokument [249.5 KB]
Vortrag zur Geschicht der Alpwirtschaft im Allgäu
von Michael Honisch
Geschichte der Alpwirtschaft im Allgäu 2[...]
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