Zu rechtlichen Situation bei der Frage der Rohmilchabgabe

 

Viele Gäste erwarten auf der Alp, dort ursprüngliche, naturbelassene Alpprodukte genießen zu können. Die Abgabe von Rohmilch oder Rohrahm an Verbraucher ist jedoch bereits seit einigen Jahren grundsätzlich verboten (§ 17 der Tier-Lebensmittelhygiene-Verordnung). Ausnahmen von diesem Verbot sind in Absatz 4 dieser Verordnung genau beschrieben. 

Aufgrund einer insgesamt verschärften Verbraucherschutzgesetzgebung (Produkthaftungspflicht) und der Tatsache, dass (im Gegensatz zu früher) jetzt durch verbesserte Aufstiegsmöglichkeiten auch vermehrt immungeschwächte Menschen auf die Alpen kommen, nimmt die Wahrscheinlichkeit eines Schadensfalles durch Rohmilchverzehr zu. Hierdurch könnte ein großer Schaden für den einzelnen Landwirt oder auch die ganze Tourismusregion entstehen.

Der Alpgastronomie wird empfohlen, die Milch kurzfristig zu erhitzen  (5 Minuten auf 68 Grad)  und sie dann als "Frischmilch" zu verkaufen.

Ein Merkblatt des Landratsamtes Oberallgäu informiert zu dieser Thematik. Es wurde mitsamt zugehöriger Stellungnahme des Landrats an die konzessionierten Alpen des Landkreises zugesendet. Für alle, die diese Informationen nicht bekommen haben, besteht die Möglichkeit, sich diese

Information an alle Alpen, die Rohmilch abgeben wollen
Anschreiben des Landrats.pdf
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Zur Anzeige an das Landratsamt, wenn Rohmilch abgegeben werden soll
Formblatt Rohmilch.pdf
PDF-Dokument [77.8 KB]
Als Hinweistafel oder Einlage in die Speisekarte
Rohmilch Hinweis für Gäste.pdf
PDF-Dokument [165.8 KB]