Alpauftrieb 2019

Information des Veterinäramts Oberallgäu zur Blauzungenkrankheit

Welche Bedeutung ergibt sich nun für den Alpviehbeschlag?

 

Das Verbringen von Rindern und kleinen Wiederkäuern  innerhalb dieser Sperrgebiete ist nach Übersendung einer "Tierhaltererklärung zum Verbringen innerhalb des Sperrgebietes" an das Veterinäramt des Herkunftsbetriebes der Tiere vorbehaltlich des Widerrufs durch das Veterinäramt möglich. Diese Tierhaltererklärung kann untenstehend heruntergeladen werden.

 

Ein Verbringen von Rindern und kleinen Wiederkäuern aus dem Sperrgebiet heraus innerhalb der EU ist grundsätzlich nur für Tiere zulässig, die  vollständig gegen den "richtigen" Virustyp der Blauzungenkrankheit geimpft sind, wenn seit der vollständigen Grundimmunisierung mindestens 60 Tage vergangen sind.

 

Für das Verbringen von Rindern aus dem Sperrgebiet heraus, aber nur innerhalb Deutschlands,  gelten derzeit noch  Sonderregelungen zur Untersuchung der Tiere auf Virus der Blauzungenkrankheit, die auf den Internetseiten der jeweiligen Landratsämter eingesehen werden können. Über eine Verlängerung dieser Sonderregelungen ist noch nicht entschieden.

 

Nach Auslaufen dieser befristeten Sonderregelungen wird auch das innerstaatliche Verbringen aus dem Sperrgebiet heraus nur noch mit vollständig gegen den, im Sperrgebiet nachgewiesenen Typ der Blauzungenkrankheit geimpften Tieren frühestens 60 Tage nach der Impfung möglich sein.

 

Innerhalb eines Restriktionsgebietes können die Rinder frei bewegt werden. Der Alphirte muss beim Auftrieb kontrollieren, ob für das Tier eine Tierhaltererklärung zum Verbringen innerhalb des Sperrgebietes oder der Nachweis der Impfung gegen die Blauzungenkrankheit aus der HiTier vorliegt.

 

In der Konsequenz ist allen Beschlägern zu empfehlen, ihre Tiere vorsorglich impfen zu lassen, auch wenn sie dies – sofern die Restriktionszone nicht verlassen wird – nicht müssten. Wer weiß, was im Herbst ist, wenn die Tiere von der Alp kommen. Sollen die Tiere dann vermarktungsfähig sein, ist die Impfung dringend anzuraten.  Ungeimpfte Tiere unterliegen zudem dem Risiko, infiziert zu werden.  Die Impfempfehlung gilt besonders auch für im Oberallgäu zu älpende Tiere aus Herkunftsbetrieben im derzeit noch nicht zum Restriktionsgebiet gehörenden Gebieten (östl. Unterallgäu,  Ostallgäu, Österreich).

 

Ungeklärt ist derzeit, ob es möglich sein wird, Tiere nach Balderschwang/Riedberger Horn über Hittisau zu fahren.  Die Passstraße wird nämlich demnächst für Fahrzeuge > 3,5 t bis zum Juli gesperrt. Damit ist eine Zufahrt für LKW’s zum Alpauftrieb von Obermaiselstein her nicht mehr möglich. Eine Aussage hierzu wird erst im April möglich sein, wenn die bayerisch-österreichischen Verhandlungen zum Alpenweideviehverkehr abgeschlossen sind.

Tierhaltererklärung wegen Blauzungenkrankheit
zum Verbringen innerhalb des Sperrgebietes von Zucht- oder Nutztieren
tierhaltererkl__rung_innerh_sperrgebiet.[...]
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